Ideenkiste

Ein Bullet Journal Update

Seit etwa zwei Jahren nutze ich Bullet Journals – und habe beschlossen für 2019 wieder einen normalen Kalender zu nehmen.

Meine Motivation und wie sie baden ging

Als ich mit Bullet Journaling angefangen habe, wollte ich einen kreativen Planer nach meinen Bedürfnissen haben. Mit all meinen Terminen, Collections, monatlichen Challenges und Trackern sowie genug Platz zum Aufschreiben aller schönen Erinnerungen.
Es wurde für mich aber eher zu einer weiteren Pflicht, denn die Monats- und Wochenübersichten zu zeichnen kostet Zeit. Challenges zu absolvieren ebenso. Außerdem hatte ich bei letzteren schnell das Gefühl, dass ich eh nicht kreativ genug bin und habe dann auf halbem Wege aufgegeben. Es wurde vom spaßigen Zeitvertreib zu einer Aufgabe, die zu erledigen war.

Irgendwann habe ich die Monats- und Wochenübersichten überaus minimal gehalten, alle Übersichten die weiter hinaus gingen (z.B. year at a glance) ganz gestrichen, meinen Tracker „entmüllt“ und im Grunde fast alles gestrichen was ein Bullet Journal ausmacht.

Und jetzt?

Für 2019 habe ich mir einen Moleskine Kalender im Harry Potter Design geholt. Es gibt ein paar Dinge, die ich aus meinen Bullet Journals übernehme:

  • Colour Code für meine Termine
  • eine Semesterübersicht, bzw. da der Kalender ein Jahr hat (meine BuJos hatte ich immer ein Semester lang) einen Jahresüberblick nur für die Uni
    • die gegenüberliegende Seite habe ich mit einem Zeitraster überklebt und trage dort mit Post it’s meinen Stundenplan ein, so kann ich ihn jedes Semester anpassen
  • ich tracke jede Woche einige Kleinigkeiten (z.B. wie viel ich trinke und wie viel ich geschlafen hab), dafür habe ich kleine Aufkleber, und die „wichtigen“ Sachen übertrage ich in die Monatsübersicht vorne; dazu habe ich die Tage der vorgedruckten Monatsübersichten geviertelt und mache dort ganz normal meine Kreuzchen
    • den Bereich für Notizen nutze ich um die Highlights des Monats im Nachhinein festzuhalten
    • Year in Pixels (also eine grafische Darstellung meiner Stimmung im ganzen Jahr) hat wieder eine eigene Seite bekommen, indem ich die Seite für persönliche Informationen überklebt habe

Der Moleskine hat für jede Woche eine Doppelseite: Links ein Kalender, rechts blanko. Den blanko Teil nutze ich um aufzuschreiben, was in der Woche besonderes passiert ist. Im BuJo habe ich versucht immer zu jedem Tag etwas zu schreiben. Das ist mitunter sehr mühselig und wenn man das Buch durchblättert sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht, weil so viel unwichtiges drin steht.

Außerdem gibt es noch einige weitere Seiten, die für mich keinen Nutzen haben und die ich daher überkleben werde. Ich überlege z.B. eine Liste einzukleben, in die ich eintrage welche Bücher ich 2019 gelesen habe und wie ich sie fand. Aber auch Collagen und Moodboards werden ihren Weg in diesen Kalender finden.

Fazit

Wie der Moleskine sich macht wird sich zeigen, aber eins steht fest: Bullet Journaling ist eine tolle Sache – wenn man Zeit und Muße hat. Zumindest so, wie ich es gerne nutzen möchte. Ein minimalistischer Kalender gefällt mir allerdings besser als ein minimalistisches Bullet Journal, also wechsle ich vorerst. Vielleicht zieht es mich ja irgendwann zurück.

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