Body & Soul

Love Yourself

Seit ein paar Tagen überlege ich, wie ich diesen Blog anfangen soll und heute in der U-Bahn kam mir endlich eine Idee, mit der ich mich anfreunden konnte. Die Botschaft, die eigentlich jeder von uns verinnerlichen sollte, die er Tag für Tag leben sollte: Liebe dich selbst.

Im Leben geht nicht darum perfekt zu sein oder immer alles richtig zu machen, es geht darum glücklich zu sein – und du bist der Einzige, der dich glücklich machen kann. Stell dir vor ein Freund von dir ist furchtbar unzufrieden mit sich selbst. Würdest du diesen Gedanken unterstützen? Würdest du sagen „Ja, du bist echt scheiße. Du kannst überhaupt nichts, und hässlich bist du auch noch.“ oder würdest du ihn aufbauen, ihm seine guten Seiten zeigen, ihn motivieren und ihm helfen ein noch besserer Mensch zu werden? Sei dir selbst ein guter Freund. Wenn du dir selbst im Weg stehst kann dich nichts und niemand glücklich machen. Keine Freunde, keine Beziehung, kein toller Job, kein Geld der Welt; solange du dich selbst nicht leiden kannst, wird dir immer alles zu wenig sein. Und da du für dein Glück eh selbst verantwortlich bist, warum dann nicht auch gleich ganz du selbst sein? Was andere von dir halten, sollte keinen Einfluss auf dich haben.

Du willst dir die Haare bunt färben? Tu es.
Du möchtest zu der Musik tanzen, die nur du über deine Kopfhörer hörst? Tu es.
Du möchtest dich nur in schwarz kleiden? Tu es.
Du möchtest dich tätowieren lassen? Tu es.
Du möchtest sein wie die Massen? Tu es.
Ja, auch da sollte niemand (erst recht nicht ich als irgendein Blogger) was gegen sagen. Aber sei ehrlich zu dir selbst und red dir nicht ein, dass dir gefällt was „allen“ gefällt, nur damit du nicht herausstichst. Sei so, wie du sein willst oder gib zumindest dein Bestes um dein „wahres Ich“ zu erreichen. Und auch kopieren ist okay! Lass dich inspirieren, probier dich aus, finde heraus was dir Spaß macht, was dir steht, wobei du dich wohlfühlst.

Natürlich gibt es Bereiche in deinem Leben, auf die Andere Einfluss haben, z.B. bei einem Vorstellungsgespräch. Wenn du noch keinen festen Job hast, solltest du dir bei manchen Entscheidungen überlegen: „Welche Auswirkungen kann das auf meine Karriere haben? Ist es mir das wert?“. Wenn du dir die Haare färben oder einen verrückten Haarschnitt ausprobieren willst, wird das wohl kaum große Auswirkungen auf deine Karriere haben, erst recht nicht auf lange Sicht, bei einem Piercing im Gesicht oder einem Tattoo am Hals sieht das schon anders raus. Piercings kann man raus nehmen, Tattoos überschminken, aber Bedenken solltest du die Folgen trotzdem. Aber auch hier bin ich der Ansicht: Sei du selbst und du wirst die richtige Entscheidung treffen. Wenn dein größter Wunsch ist, in einer Bank zu arbeiten, wird es dich nicht stören, dafür auf gewisse optische Veränderungen zu verzichten. Wenn dein größter Wunsch ist, komplett tätowiert zu sein, mit Silikonhörnern auf der Stirn und Scarifications im Gesicht, dann wirst du auch glücklich sein, wenn du als Verkäufer arbeitest. DU machst dich glücklich.

Was ich bisher beschrieben hab, sind Aspekte des äußeren Erscheinungsbilds. Mit der größte Aspekt, der auch „Normale“ beschäftigt, ist wohl der Bereich der „Probleme“, die durch plastische Chirurgie gelöst werden könnten. Zu dick, zu dünn, die Nase ist zu groß, der Po nicht straff – aber mal ganz ehrlich, wen interessiert das? Wer entscheidet, welche Nase schön ist und wie viel Kilo du auf den Rippen haben darfst*? Du. Du ganz allein solltest das entscheiden. Vergleich dich dabei nicht mit irgendwelchen „Idealen“ aus der Promiwelt, schau einfach in den Spiegel und realisiere wie schön du wirklich bist. Ich habe dazu mal einen wirklich schönen Spruch gelesen: „Blumen und Lichterketten sehen einander nicht ähnlich, doch das heißt nicht, dass sie nicht beide schön sind.“ Nur weil deine beste Freundin eine kleine Stupsnase hat und du eine breite Nase, heißt das nicht, dass ihr nicht beide gut ausseht. Nur weil dein bester Freund einen Waschbrettbauch hat und du einen Waschbärbauch, heißt das nicht, dass ihr nicht beide gut ausseht.

Kommen wir nun zu den inneren Werten, da wird es schon etwas schwieriger mit dem „Sei einfach du selbst“. Mit deinem Aussehen verletzt du niemanden, aber dein Verhalten kann bei Anderen durchaus emotionale Reaktionen verursachen. Oben habe ich geschrieben, dass nur du selbst dich glücklich machen kannst und nichts darauf geben solltest, was andere von dir halten, aber mal ganz ehrlich, wer kann das schon? Wer ist wirklich so gefestigt, dass ihn jeder blöde Kommentar absolut kalt lässt? Den es nicht kränkt, wenn jemand der ihm nahe steht ihm etwas sagt, dass man lieber nicht hören will? Ich halte die Goldene Regel („Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden willst.“) für einen guten Grundsatz. Das heißt für mich aber nicht, dass ich keine Witze über Blondinen oder Asiaten machen darf. Ich finde, wer über sich selbst lachen kann darf auch mal ein bisschen über andere lachen. 😉

Wie dem auch sei, du solltest dich auch in deinem Charakter nicht einschränken, solange du andere damit nicht verletzt. Die besten Freunde sind immerhin die, die genauso ticken wie du, und wie sollen sie das herausfinden, wenn du dich hinter einer Maskerade versteckst?

Du würdest am liebsten den ganzen Tag über Harry Potter Fantheorien sprechen? Tu es.
Du machst gerne schlechte Witze? Tu es.
Du möchtest auf der Party eigentlich nur in der Ecke sitzen und quatschen? … Ich denke, du hast das Prinzip verstanden.

Und jetzt los, sei du selbst, leb dich aus und hör auf, dich nur zu kritisieren. Love yourself! ♥

 

*) Solange es in einem gesunden Rahmen bleibt. Wenn du an einer Essstörung leidest, ist es noch wichtiger, dass du lernst dich selbst zu lieben. Wende dich bitte an einen Arzt, um den medizinischen Teil des Problems zu beheben.

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